Anwendungen
Anwendungsmöglichkeiten des linearen Wägeautomaten
Lineare Wägeautomaten werden heute viel für Körner/Granulate und größere Gewichte eingesetzt. Das lässt sich einfach erklären: durch die Einführung von Mehrkopfwaagen ist es viel einfacher, Produkte in kleineren Portionen schneller und genauer zu verwägen als es mit den früher üblichen linearen Wägemaschinen möglich war. Bevor 1986 die Mehrkopfwaage aufkam, gab es lineare Wägeautomaten von vielen Marken wie – natürlich – Atoma, Hastamat, SPK, Ward Bekker, Easyweigh, Euroweigh usw.
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Der Nachteil eines linearen Wägeautomaten ist, wie gesagt, entweder die Genauigkeit (was sich einmal im Wägebehälter befindet, kommt auch in die Verpackung; alles, was an zusätzlichen Raffinessen eingebaut wird, kostet Geschwindigkeit) oder die Geschwindigkeit (man kann die Maschine zwar genau wägen lassen, aber dann muss das sehr vorsichtig erfolgen, d.h. langsam).
Die Mehrkopfwaage bot Geschwindigkeit und Genauigkeit zugleich und somit waren die Probleme auf einen Schlag gelöst, das heißt für einfache Produkte in kleineren Gewichten. Die ersten Kunden für Mehrkopfwaagen waren daher Hersteller von Süßigkeiten, Schokolade, Chips und Nüssen.
Mehrkopfwaagen wurden schnell beliebt und auch preiswerter. Ein 3-köpfiger linearer Wägeautomat zum Verwägen von zum Beispiel 200 Gramm Erdnüssen mit 50 Wägevorgängen pro Minute kostete damals schon genauso viel wie eine 10-köpfige Mehrkopfwaage. Die Entscheidung für den Kauf einer Mehrkopfwaage fiel daher nicht schwer. Und daher sehen wir die jetzigen linearen Wägeautomaten oft als 1 oder 2-köpfige Ausführung für größere Gewichte (und somit niedrigere Geschwindigkeit bei großer Genauigkeit).
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Die 1-köpfigen „langen“ linearen Wägeautomaten für größere Stücke sehen wir oft im Einsatz für Handabfüllung und die 2 und 3-köpfigen oft über einer Tiefziehmaschine, wo im Vergleich zur Mehrkopfwaage kein teures Übergabesystem zwischen dem linearen Wägeautomaten und der Tiefziehmaschine erforderlich ist.
Lineare Wägeautomaten werden auch oft für Produkte eingesetzt, die leicht zerbrechen können, wie Kekse und harte Zuckerwaren, denn bei einem linearen Wägeautomaten ist der Fall begrenzt, bei einer Mehrkopfwaage dahingegen fällt das Produkt mindestens 4 Mal mehr als bei einem linearen Wägeautomaten.

Für Granulate kann ein einfacher „kurzer“ linearer Wägeautomat (1 Rinne) in 1 , 2 oder 3-köpfiger Ausführung oft schon eine ausreichende Kapazität erreichen und lässt sich darüber hinaus einfacher (preiswerter !) leckfrei machen als zum Beispiel eine 10-köpfige Mehrkopfwaage mit der gleichen Kapazität. Aber es kommt noch besser: ein kürzerer 3-köpfiger linearer Wägeautomat von Newweigh kann bei 5.000 Gramm Kunstdünger eine Geschwindigkeit von bis zu 40/Minute in einer perfekt kompakten und staubdichten Haube erreichen; die meisten Mehrkopfwaagen erreichen bei 5 kg diese Geschwindigkeit absolut nicht und sind nicht staubdicht, und dann denken wir lieber nicht an die Reinigung! Die Steuerungen von linearen Wägeautomaten werden jedoch immer raffinierter und so sind bei dieser Art von Produkten die Verluste oft genauso gering wie bei einer Mehrkopfwaage.
Insgesamt bleiben also allerlei Anwendungen übrig, bei denen lineare Wiegeautomaten konkurrenzlos sind! |