Wiegeautomaten
Funktionsprinzip des linearen Wiegeautomaten
Der Wiegeautomat wurde zum Wiegen körniger Produkte, kleiner und großer Stücke, brechbarer und kratzempfindlicher Produkte entwickelt.
Der Wiegeautomat kann aus einem, zwei, drei oder vier gesonderten Wiegesystemen bestehen (Kopf 1, 2, 3 und 4). Jedes Wiegesystem besteht aus der Wiegezelle mit Wiegebehälter und einem Satz Schüttelrinnen, der Steuerung mit Stromversorgung und der Zufuhrvorrichtung.
Der Satz Schüttelrinnen besteht aus der Oberrinne, der Unterrinne und der Feinrinne. Der Grobklappe, Feinklappe am Ende der unteren Rinne und der Feinrinne. Sie sorgen für eine genaue Unterbrechung des Produktstroms am Ende der Grob und Feinstromphase. Die Klappen werden von Drehzylindern oder Drehmagneten betätigt. Das Öffnen des Wiegebehälters erfolgt über einen linearen Zylinder oder auch hier über einen Drehmagneten. Die Schüttelrinnen werden von Elektromagneten angetrieben, ihre Schüttelkapazität wird auf dem Bildschirm oder über Potis eingestellt.
Die Produktmenge, die aus der Zufuhrvorrichtung in die Oberrinne strömt, wird mittels eines elektronischen Abtasters geregelt. Die Schichtdicke kann auf dem Bildschirm eingestellt werden. Wenn die Maschine mit einer Dosierwaage (Hebel mit Laufgewicht) ausgestattet ist, kann man die Schichtdicke über das Laufgewicht einstellen.
Der Silo mit einem Inhalt von 40 bis 90 Liter (je nach Typ) eignet sich hervorragend für empfindliche Produkte, bei denen sich große Anhäufungen nachteilig auf das Produkt auswirken. Dieser Speicher erfordert jedoch ständige Produktzufuhr, denn Leerlauf des Silos kann zu schlechten Wiegeergebnissen führen.
Je nach Maschinentyp können alle Einstellungen für die Maschine in die Steuerung eingegeben oder über Potis eingestellt werden.
Bei der Maschine mit Potis muss bei einem Produkt oder Gewichtwechsel alles mit den Potis eingestellt werden. Bei Maschinen mit Touch-Screen können Programme gespeichert werden, so dass bei einem Gewicht oder Produktwechsel lediglich ein anderes gespeichertes Programm gewählt zu werden braucht.
Lange und kurze Ausführung
Unten stehend sehen Sie die beiden unterschiedlichen Ausführungen der linearen Wiegeautomaten. Von jeder Ausführung gibt es wiederum unterschiedliche Typen in verschiedenen Breiten und zum Beispiel mit mehreren Wiegeköpfen. Jeder Maschinentyp hat seine spezifische Anwendung in Bezug auf Produkt, gewünschte Geschwindigkeit und Genauigkeit.
Unterschiede zwischen diesen beiden Ausführungen
Die kurze Maschine eignet sich hervorragend für Pulver und Granulate wie Tee, Reis, Kaffee, Zucker, Salz, Mehl, Kunststoffkörner, Tierfutter usw. und hat nur 1 Schüttelrinne, die das Produkt zum Wiegebehälter befördert.
Zum Wiegen von Produkten, die wegen ihres Stückgewichts, ihrer Größe bzw. ihrer Produkteigenschaften schwerer von den Schüttelrinnen befördert werden können, ist die lange Maschine die richtige Wahl. Diese Art von Maschine hat dann mehrere Schüttelrinnen hintereinander, so dass das Produkt besser egalisiert werden kann, wodurch eine konstante gleichmäßige Produktschicht zum Wiegebehälter befördert wird, was im Hinblick auf große Genauigkeit sehr wichtig ist. Produkte für eine lange Maschine sind zum Beispiel Schnittgemüse (frisch und tiefgekühlt), Krabben, geriebener Käse, Chips, Kekse, Süßigkeiten, Nüsse, Schrauben, U-Scheiben usw.
Diese Maschinen können entweder mit breiten oder schmalen Schüttelrinnen ausgerüstet sein, dies hängt jedoch wiederum von dem abzuwiegenden Gewicht und dem Volumen ab.
1 , 2 , 3 oder 4-köpfige Ausführungen
Abhängig von der gewünschten Anzahl Wiegevorgänge pro Minute sind die linearen Wiegeautomaten in 1 , 2 , 3 oder sogar 4-köpfiger Ausführung erhältlich.
|